Bücher

Isidora

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DOÑA ISIDORA UND IHRE UNGLAUBLICHEN GESCHICHTEN
EINE FAMILIENSAGA AUS BOLIVIEN


Ein Gespräch mit dem Staatsoberhaupt Boliviens muss nicht ungewöhnlich sein, ist es aber, wenn es eine Analphabetin und Marktverkäuferin aus La Paz führt.
Isidora und ihr Lebensgefährte Avelino, ein Schreiner, kämpfen für ihre anarchistischen Ideen, sie insbesondere für die Gründung der Frauengewerkschaft. Als Kind zwischen zwei Welten aufgewachsen, geht sie einen ungewöhnlichen Weg, der sie u.a. zu einer Expedition führt, die auf der Suche nach dem legendären Inkaschatz ist.
Leise Töne wechseln sich ab mit lauter, derber Sprache, mitunter schockierend, dennoch sind die Botschaften klar erkennbar.
Ein vielschichtiges Familienporträt, das den Zeitgeist spüren lässt,  im Jahr 1879 beginnt, bedeutende, geschichtliche und gesellschaftspolitische Entwicklungen des Landes umfasst und im Hier und Jetzt endet.

Preis: 24,50 Euro

Verlag: Edition AV

Die Kinder- und Jugendwohngemeinschaft Tres Soles

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Als Freiwilliger ging Stefan Gurtner nach Bolivien, um sich zu Recherchezwecken für seine literarische Arbeit  vor Ort mit der jahrhundertelangen Unterdrückung der Indigenen  durch die spanischen Kolonialherren, den jahrzehntelangen Militärdiktaturen und den   äußerst autoritären Gesellschafts-strukturen zu befassen. Er kehrte nicht in seine Schweizer Heimat zurück und gründete stattdessen für Straßenkinder die Kinder- und Jugendwohngemeinschaft Tres Soles.

In seinem ersten Buch über das Projekt berichtet er über die Entstehung und seine Suche nach Wegen und Mitteln, um diesen von der Gesellschaft ausgegrenzten jungen Menschen, mehrheitlich indigener Abstammung, erfolgreich zu helfen.

Im zweiten Band nun schildert der in einschlägigen Kreisen längst anerkannte Erzieher, wie er seine Leidenschaft für Kunst, Literatur und Theater nutzen konnte, um  ungewöhnliche, aber erfolgreiche Erziehungskonzepte  zu entwickeln– aus bolivianischer Sicht betrachtet! Auch nach 25 Jahren lebt Gurtner seine Überzeugung in beeindruckender Konsequenz, ist immer noch  auf der Suche nach Optimierung und nimmt sich nicht aus von den Kindern. Erzieher wie Kinder befruchten sich gegenseitig. Seine Arbeit stößt in Bolivien immer noch auf viele, teilweise heftige Widerstände.

Das Buch, bemerkenswert ehrlich, bietet einen spannenden Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Einfühlsam durch die Schicksale der Kinder untermauert gibt es einen tiefen Einblick in menschliche Abgründe. Dank Gurtners warmherzigem Humor, den er nie zu verlieren scheint, liest sich das Buch dennoch wie ein Roman und ist auch für  Erzieher und Pädagogen mit den vielfältigen Ideen zu “kreativer” Erziehung äußerst anregend.

313 Seiten
Preis: 18,- Euro
ISBN 978-3-86841-109-6
Verlag: Edition AV


Die Strassenkinder von Tres Soles

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Seit zwanzig Jahren besteht in Bolivien die vom Autoren gegründete Wohngemeinschaft „Tres Soles" für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Dieses Buch versucht, anhand von Einzelschicksalen und Anekdoten - manche spannender als Romanstorys - ihre Entstehungsgeschichte darzustellen.

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Das grüne Weizenkorn

Das grüne Weizenkorn

Der kleine Mäuserich Achaku zieht auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zusammen mit seiner Familie vom Land in die Stadt. Aber er erfährt schnell, dass die Stadtmäuse ihre Keller nicht so leicht hergeben. Achaku und seine Freundin Puraka werden Zeugen des gnadenlosen Kampfes, der sich nun zwischen der Armee des „Grossen Nagers", dem Anführer der Stadtmäuse, und den Kämpfern des „Grünen Weizenkorns", einer Bewegung von Landmäusen, entwickelt. Werden sie die Überlegenheit der Stadtmäuse und die Zwistigkeiten in den eigenen Reihen überwinden können?

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Der verkaufte Fluss

Der verkaufte Fluss

Der Fluss einer mittelalterlichen Kleinstadt wird an einen auswärtigen Edelmann verkauft, weil der Vogt ein Darlehen, das er vom König erhalten hat, nicht zurückzahlen kann. Die Bewohner, unter ihnen Wäscherinnen, beginnen sich zu wehren. Auch treten eine Bande von Jugendlichen, genannt die Hechte, auf den Plan sowie ein Rudel schwarz gescheckter Hunde, die ihr Unwesen treiben. Im Verlauf der Auseinandersetzung geschehen seltsame Dinge. Dinge, die auch heute noch vorkommen sollen, wie wir zwischen den Zeilen dieses Stückes erkennen können.

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Die Abenteuer des Soldaten Milchgesicht

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Stadtstreicher finden in der Müllkippe einer südamerikanischen Hauptstadt ein Geschichtsbuch über die Eroberung des Inkareiches durch die Spanier. Während einer von ihnen, der sogenannte „Bücherwurm", daraus vorliest, beginnen die anderen, die Geschichte zu spielen - und es stellt sich heraus, dass sich nicht unbedingt alles so abgespielt haben mochte, wie es in den Geschichtsbüchern steht

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Krumme Pfote

Krumme Pfote

Ein Hund erzählt eine Geschichte – seine und die von vier Straßenkindern:

„Sie nannten mich „Krumme Pfote“, weil eines meiner Vorderbeine durch einen Schlag entstellt war. Mein ehemals schwarzer Pelz war vom Alter bereits grau und struppig und solange ich mich erinnern konnte, lebte ich in den Straßen der großen Stadt. Ich hatte keine Freunde…“

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Guttentag

Guttentag

Literatur und Bolivien? Unvorstellbar! Und doch gibt es sie! Dank eines deutsch-jüdischen Flüchtlings namens Werner Guttentag, der ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als die Nazis die Bücher verbrennen, seine Liebe zu ihnen entdeckt. Gedruckte Worte sind für ihn der Schlüssel zum Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit und Ignoranz. Er sieht in ihnen ein Sprachrohr, nicht nur um Missständen zu begegnen, sondern auch um der Bevölkerung Boliviens (mehrheitlich Indigene) ihr Selbstbewusstsein/ihren Stolz zurückzugeben, indem er ihre Geschichte, ihre Traditionen, eingebettet in die Schönheit und Vielfältigkeit ihres Landes, veröffentlicht.

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